

„Wir wollen, dass die Arbeitsplätze hier bleiben“ - Veranstaltung mit Achim Post und Eva Nie in Emsdetten
Diskussion zur Stärkung der Wirtschaft mit SPD-Bundestagsabgeordnetem Jürgen Coße, dem Vorsitzendem der NRWSPD Achim Post und Bürgermeisterkandidatin Eva Nie
Emsdetten. „Wenn man über das Thema Wirtschaft redet, muss man auch über Kommunalpolitik sprechen“, sagt Jürgen Coße, SPD-Bundestagsabgeordneter für das nördliche Münsterland. Deshalb hat er zu einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung über die Frage, wie die Wirtschaft wieder gestärkt werden kann, den Co-Vorsitzenden der SPD in Nordrhein-Westfalen und Haushaltspolitiker im Bundestag, Achim Post, sowie die SPD-Bürgermeisterkandidatin für Emsdetten, Eva Nie, eingeladen. In Stroetmanns Fabrik ging es um eine bessere finanzielle Ausstattung der Kommunen, um weniger Bürokratie, Begrenzung der Strompreise und die Frage, wie Deutschland und die EU auf die Politik von Donald Trump reagiert.
"Emsdetten steht wirtschaftlich sehr gut da" - Wohnen zu teuer
„Deutschland ist die drittstärkste Volkswirtschaft der Welt hinter China und den USA, mit nur 84 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern gegenüber 1,4 Milliarden in China. Aber die Debatte in Deutschland ist, als seien wir die drittletzte Wirtschaftskraft“, sagt Post. Für Emsdetten betonte Eva Nie: „Emsdetten steht wirtschaftlich sehr gut da. Wir sind sogar stärker als der Bundesdurchschnitt. Wir haben eine breite Branchenvielfalt, viel produzierendes Gewerbe und Firmen, die hier lange verwurzelt sind, aber auch einen immer stärkeren Bereich im Dienstleistungsgewerbe und der IT.“ Aber irgendwann könne man nicht mehr wachsen und die Energiekosten seien für viele Firmen ein wichtiges Thema. Ebenso die Standortfaktoren zur Gewinnung von Arbeitskräften. „Emsdetten ist toll, aber hier kann man sich keine Wohnung leisten“, sagt Nie. Ein Lösungsvorschlag seien Azubiwohnheime.
Statt umständlicher Förderprogramme müssten die Kommunen mehr Vertrauen und bessere Finanzierung bekommen
Einig waren sich alle drei darin, dass die Wirtschaft keine Zeit habe, fünf Jahre auf die Sanierung einer Brücke zu warten. „Wir wollen, dass die Arbeitsplätze hier bleiben, in Emsdetten und im Münsterland“, sagt Coße. Statt zahlreicher umständlicher Förderprogramme müssten die Kommunen mehr Vertrauen und eine bessere Finanzierung durch Bund und Länder bekommen. „Die Kommunalpolitiker und -politikerinnen und Bürgermeisterinnen vor Ort wissen doch am besten, wo investiert werden muss. Es kann nicht sein, dass nur dort investiert wird, wo es Förderprogramme gibt.“
"Europa muss selbst stark genug sein"
Deutschland sei ein starkes Land, nur nutze man das nicht genug. Und in Bezug auf den Umgang mit der Wirtschaftspolitik Trumps und der Erhebung weiterer Zölle auf Autos, Stahl und Aluminium sei es wichtig, in der EU zu klären, mit welchen Gegenmaßnahmen man reagieren will. „Europa muss selbst stark genug sein“, sagt Post.
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