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Jürgen Coße (MdB), Klaus Ludmann (Berater Apetito), Robert Düsterberg (Aufsichtsratsvorsitzender Apetito AG), Jens Behrens (Tierschutzbeauftragter SPD-Bundestagsfraktion), Dr. Sabine Eichner (Deutsches Tiefkühlinstitut) und Dominik Bems (Landtagskandidat). Foto: Büro Coße/Norbert Gaßner

Besuch bei Apetito in Rheine: „Tierhaltungskennzeichnung braucht praxistaugliche Lösungen“

Tierschutzbeauftragter der SPD-Bundestagsfraktion Jens Behrens gemeinsam mit Jürgen Coße zu Besuch bei Apetito in Rheine

Rheine. Auf Einladung des Bundestagsabgeordneten aus dem Kreis Steinfurt, Jürgen Coße (SPD), besuchte der tierschutzpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Jens Behrens, die Apetito AG in Rheine zu einem fachlichen Austausch. Begleitet wurden sie von Dominik Bems, SPD-Landtagskandidat und Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion Rheine. Seitens Apetito nahmen (unter anderem) Luca Lichtenthäler, Manager Communications & Public Affairs, sowie Klaus Ludmann als Berater teil.

Geplante staatliche Tierhaltunsgskennzeichnungspflicht

Apetito und TAT RheineIm Mittelpunkt des Gesprächs standen die geplante staatliche Tierhaltungskennzeichnung und deren Auswirkungen auf die Gemeinschaftsverpflegung. Dabei schilderten die Vertreter von Apetito ihre Sorge, dass sich die Kennzeichnung in der Praxis nur schwer an die Verbraucherinnen und Verbraucher vermitteln lasse. Anders als im Lebensmitteleinzelhandel werden Mahlzeiten in Kitas, Schulen, Betriebsrestaurants oder Pflegeeinrichtungen in der Regel direkt auf dem Teller ausgegeben. Lichtenthäler: „Die Kennzeichnung auf der ursprünglichen Verpackung erreicht die Verbraucherinnen und Verbraucher dort nicht.“

Wichtiger Schritt für mehr Transparenz - alltagstauglich umsetzen

Coße zeigte Verständnis für die geschilderten Herausforderungen: „Die Tierhaltungskennzeichnung ist ein wichtiger Schritt für mehr Transparenz. Gleichzeitig müssen wir die Erfahrungen der Praxis ernst nehmen. Nur wenn die Umsetzung alltagstauglich ist, kann das Gesetz seine Wirkung auch tatsächlich entfalten.“

Möglichkeit der digitalen Informationen

Apetito und TAT RheineBehrens warb für pragmatische Lösungen: „Digitale Informationsmöglichkeiten können ein sinnvoller Weg sein, damit Verbraucherinnen und Verbraucher auch in der Gemeinschaftsverpflegung nachvollziehen können, aus welcher Haltungsform die verwendeten Produkte stammen. Gleichzeitig müssen wir darauf achten, dass Kitas, Schulen und andere Einrichtungen nicht mit zusätzlicher Bürokratie belastet werden.“

Lösungen für die Gemeinschaftsverpflegung

Lichtenthäler betonte die Perspektive der Gemeinschaftsverpflegung: „Unsere Kundinnen und Kunden brauchen eine Lösung, die einfach umsetzbar ist. Entscheidend ist, dass die Informationen verständlich beim Gast ankommen, ohne dass die Einrichtungen mit komplexen Dokumentations- und Informationspflichten überfordert werden.“

Gute Ernährung im Gesundheitswesen

Ein weiteres Thema war die Bedeutung einer guten Ernährung im Gesundheitswesen. Anlass war das von Apetito gemeinsam mit Fachleuten aus Wissenschaft, Medizin und Pflege erarbeitete Whitepaper „Besser Essen. Sicher versorgt.“, das kürzlich im Deutschen Bundestag vorgestellt wurde. Darin wird deutlich, dass Mangelernährung in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen erhebliche gesundheitliche und volkswirtschaftliche Folgen habe. Nach den vorgestellten Erkenntnissen seien 20 bis 30 Prozent der Patientinnen und Patienten in deutschen Krankenhäusern mangelernährt oder gefährdet. Die daraus entstehenden Folgekosten belaufen sich auf bis zu 8,6 Milliarden Euro jährlich.

Ernährung muss stärker als Teil der Gesundheitsversorgung verstanden werden

Apetito und TAT RheineCoße betont: „Die Erkenntnisse des Whitepapers zeigen, dass Ernährung stärker als Teil der Gesundheitsversorgung verstanden werden muss. Wer Prävention und eine bessere Versorgung erreichen will, sollte auch die Bedeutung einer guten Ernährung stärker in den Blick nehmen.“

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