Zum Hauptinhalt springen

Wärmewende: Mehr Freiraum bei Behörden und klare Gesetze nötig

Gemeinsam mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten für das nördliche Münsterland, Jürgen Coße (3. v. l.), hat sich der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende für Energie und Umwelt, Matthias Miersch (2. v. r.) über die aktuellen Entwicklungen im Bioenergiepark und bei der Firma Enapter informiert, die Elektrolyseure zum Erzeugen von grünem Wasserstoff herstellt.
Gemeinsam mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten für das nördliche Münsterland, Jürgen Coße (3. v. l.), hat sich der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende für Energie und Umwelt, Matthias Miersch (2. v. r.) über die aktuellen Entwicklungen im Bioenergiepark und bei der Firma Enapter informiert, die Elektrolyseure zum Erzeugen von grünem Wasserstoff herstellt.
981 mal besucht
08. Februar 2024
981 mal gelesen   

Energieexperte der SPD-Fraktion Dr. Matthias Miersch und Bundestagsabgeordneter Jürgen Coße zu Besuch im Bioenergiepark und bei Enapter in Saerbeck

Bioenergiepark in SaerbeckSaerbeck. „Wenn alle Kommunen so eine Wärmeplanung wie Saerbeck hätten, könnte ich mich jetzt zur Ruhe setzen. Aber das habe ich natürlich nicht vor“, sagt Matthias Miersch, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Bundestag für Energie und Klimaschutz. Gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten für das nördliche Münsterland, Jürgen Coße, hat sich Miersch über die aktuellen Entwicklungen im Bioenergiepark und bei der Firma Enapter informiert, die Elektrolyseure zum Erzeugen von grünem Wasserstoff herstellt.

Tolles Projekt mit Vorschulkindern - Kleine Klimabotschafter/innen 

Bioenergiepark 20240125 DSC07977Gabriele Droste, Leiterin des Außerschulischen Lernstandorts, beschrieb aktuelle Projekte zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE), denn nachhaltiges Denken beginne schon bei den ganz Kleinen: „Ein tolles Projekt haben wir mit den Vorschulkindern aus den Saerbecker Kindergärten. Sie werden zu kleinen Klimabotschafterinnen und Klimabotschaftern der Gemeinde. Wir haben auch schon erste Kooperationspartner aus anderen Städten und Gemeinden und können uns gut vorstellen, das Projekt mit anderen Orten auszuweiten.“

Mehr Entscheidungsfreiraum bei der Bearbeitung von Bauanträgen und Genehmigungen

Martin Sammler und Judith Stander-Dulisch sprachen über die Wärmewende und den Erfolg von Bürgerbeteiligung in der Klimakommune. Johannes Wermers von der Entsorgungsgesellschaft Steinfurt (EGST) gab einige Informationen zum Grünen Gas bzw. Biogas und Peter Engler von B&R-Energie GmbH erklärte die dezentrale Stromversorgung im Bioenergiepark Saerbeck. Dabei kamen in Bezug auf Bürokratie und schleppende Genehmigungsverfahren auch einige Anregungen und Bitten an die Politik und die genehmigenden Behörden zur Sprache. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Behörden müssen mehr Entscheidungsfreiraum bei der Bearbeitung von Bauanträgen und Genehmigungen bekommen“, sagt Miersch. Auch Coße nimmt die Anregungen auf: „Die Gesetze müssen klar formuliert sein, sonst ist die Unsicherheit bei denjenigen, die die Wärmewende vor Ort mit dem Bau von Biogasanlagen, Windrädern und Photovoltaikanlagen voranbringen wollen, zu groß und wir kommen nicht weiter.“

Aktuelle Forschung zum Grünen Wasserstoff - Hoch innovativer Standort in Saerbeck

Bioenergiepark in SaerbeckWeitergehend präsentierte Niklas Olbertz vom Forschungsteam des Fachbereichs Energie, Gebäude und Umwelt der Fachhochschule Münster die aktuellen Forschungen zum Grünen Wasserstoff. Anschließend hat Jan-Justus Schmidt, Geschäftsführer von Enapter, das in Saerbeck angesiedelte Unternehmen vorgestellt. Coße: „Enapter baut in Saerbeck einen hoch innovativen Standort auf. Dies zeigt auch, dass der Einsatz der Gemeinde Saerbeck für erneuerbare Energien konkret Arbeitsplätze für die Region schafft." Auch Miersch zeigte sich überzeugt von der innovativen Arbeit: „Die Entwicklung von AEM-Elektrolyseuren bei Enapter zeigt eindrucksvoll, wie wir führend bei der Wasserstoffproduktion werden und gleichzeitig dabei auf Importe wie seltene Erden verzichten können“, sagt Miersch.

Pressemitteilung als PDF

weitere Pressemitteilungen